History, Humphrey!

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Nach 4.398 km durch Namibia und Südafrika im zweiten Teil unserer Reise durch das südliche Afrika, war unser Ziel, der für uns sicherlich magischste Fleck in ganz Südafrika, Walker Bay. Es wäre jetzt sicherlich sehr schön zu sagen, dass hier alles anfing, aber da wir ja Pedanten sind, ist es korrekter zu sagen, dass sich hier die Dinge manifestiert haben. Es ist schwierig zu beschreiben, was diesen Fleck Erde, diese Bucht, so besonders macht, aber wenn man irgendwo einen Fleck findet, an dem man Frieden finden kann, Geborgenheit verspürt und zur Ruhe kommen kann, dann muss da irgend etwas Besonderes sein. Für uns ist dieser Ort, genau hier: Walker Bay.

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Wir sind de fakto nicht die ersten, die diesem Flecken Erde verfallen sind. Vor ca. 70.000 Jahren war der Homo Sapiens hier und hat in Höhlen gelebt. Man geht davon aus, dass der Meeresspiegel damals um 150 Meter tiefer lag und die Küste damals ein paar Kilometer weiter entfernt war und trotzdem muss dieser Fleck auch für unsere Vorfahren etwas Besonderes gewesen sein. Hatten ja damals eine Menge Auswahl, war noch nicht so voll wie heute, trotzdem haben sie sich für diesen Fleck entschieden, auch ohne den jetzigen Meerblick. Ein paar zehntausend Jahre später kamen noch mal ein paar unserer Vorfahren hier vorbei und haben es sich hier bequem gemacht.

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Auch der Southern Right Whale (auf deutsch der Südkaper) scheint diesen Fleck als besonders wahrzunehmen, denn jedes Jahr zum hiesigen Frühling, kommen Hunderte von Wale zum Gebären in diese Bucht. Vielleicht liegt es aber auch an den Freunden, die wir hier gefunden haben, Stanley und Lainy, die mit der Whalesong Lodge genau an diesem Fleck eine wunderschöne, kleine Unterkunft geschaffen haben, die man nicht missen sollte, wenn man hier ein paar Tage verbringen möchte.

Vielleicht waren es all diese Dinge, warum wir uns 2007, hier, in dieser Bucht, an diesem Strand, das Ja-Wort gegeben haben und natürlich hoffen wir, dass die Magie dieses Flecken Erde, mit der wir unsere Ehe verbinden, für diese immer die nötige Energie übrig hat, um sie so lange wir verweilen, aufrecht zu erhalten. Denn wie wir wissen alle, im Angesicht des Abenteuers, können der Navigator und der Fahrer auch mal aneinander geraten.

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Damals war unser Hochzeitsfahrzeug ein älteren Brüder von Humphrey. Da wir nichts Besseres zu tun hatten – der alten Zeiten und der Geschichte wegen – sind wir mit Humphrey genau an diesen Ort gerollt und haben ihm all das erzählt und all die Orte gezeigt, die für uns so bedeutend sind.

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Nach insgesamt sieben Wochen unserer zweigeteilten Reise im südlichen Afrika, nach 7.501km über Stock und Stein, sind wir am Ende unseres ersten wirklich großen Abenteuers mit Humphrey angelangt. Wir haben viel dazu gelernt, über uns, über Humphrey, haben definitiv unsere „Comfort-Zone“ verlassen und haben Lust auf mehr bekommen, obwohl die und das Fremde ja ach so gefährlich ist und sind.

Wer Lust hat sich die Route im Detail anzusehen, kann das hier machen:

Zu guter letzt wurde Humphrey wieder in bester Gesellschaft zur Verschiffung abgestellt und ist seit dieser Woche auch wieder daheim bei uns. Jetzt heißt es putzen, räumen, verstauen und wenn das erledigt ist machen wir uns an die Planung der nächsten Tour. Das allerdings, wird noch einen Moment auf sich warten lassen müssen.

Bis dahin und in diesem Sinne, immer getreu nach dem Motto: Movement is life!

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2 Gedanken zu “History, Humphrey!

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