Last Days of Summer

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So langsam rollen wir dem Ende dieses Abenteuers entgegen. Auf dem Weg zurück zum Startpunkt unserer Reise, nunmehr meist auf Asphalt, haben wir noch zwei Abstecher gemacht. Einen nach Erongo und einen zur Spitzkoppe, wo wir jeweils eine Nacht verbracht haben.

Wieder haben wir uns in dieser wunderbaren und einzigartigen Natur Namibias bewegt. In dieser Stille, in dieser Weite. Haben neue Geschichten gehört, wie Pflanzen benutzt wurden, um zu heilen oder auch um einfach high zu werden. Haben Vögel gesehen, für die mancher „Birder“, uns sehr beneiden würde. Haben es wieder sehr genossen.

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Nach all dem Abenteuer war dies ein langsamer Ausklang unserer Tour, und wir hatten auf dem Weg zurück Zeit zurückzublicken, zu resümieren, ein erstes Fazit zu ziehen.

Haben wir Spaß gehabt? Oh ja, den hatten wir. Freuen wir uns schon auf den nächsten Trip? Und wie! Wie ich schon vorher schrieb, ist es nicht leicht dieses Gefühl zu vermitteln, dass wir haben, wenn wir da draußen sind, aber vielleicht können die folgenden bewegten Bilder, ein wenig das Gefühl vermitteln.

 

Unseren letzten Abend in der Wildnis haben wir mit P.G. verbracht. P.G. haben wir auf einer unserer vorherigen Touren kennengelernt, nunmehr ist er der Manager an der Spitzkoppe. Bei ordentlichem Feuer, welches noch am nächsten Morgen Glut hatte, haben wir uns über Namibia, das Leben in diesem, über Braai’s, die Schwierigkeit einen Lebenspartner in der Wildnis zu finden und über Korruption unterhalten. Der Abend war mehr als nur unterhaltsam. Ein super Ausklang für diesen Trip.

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Auf die Frage ob unsere Erwartungen erfüllt wurden, fiel es uns schwer, eine Antwort zu finden, weil wir keine Erwartungen hatten. Vielleicht lag es daran, dass wir soviel Zeit mit der Vorbereitung verbracht haben und die Fragen im Vorfeld sich um Organisatorisches gedreht haben und darum, auf Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dies sind zwar auch Erwartungen, aber so viele, dass sie nicht einer oder der Erwartung vom Urlaub entsprachen. Es ging darum, vorbereitet zu sein. Waren wir vorbereitet. Oh ja, das waren wir.

Wir sind am Ende in 16 Etappen ca. 3.100km gefahren. Wenn wir im Gelände unterwegs waren, haben wir uns mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20km/h fortbewegt. Schneller wenn die Strecke weniger anspruchsvoll war, langsamer, wenn wir richtig im Gelände unterwegs waren. Wir haben also gelernt, dass eine Tagestour niemals länger als 160km sein sollte und das ist schon sehr, sehr lang, wenn man im Gelände unterwegs ist. Besser ist es mit 120km oder weniger zu planen, das ist so oder so entspannter.

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Wie es sich für den Fahrer gehört, hat dem Fahrer das Fahren am meisten Spaß gemacht. Vor allem wenn Adrenalin im Spiel war. Es ist einfach klasse, die Kraft zu fühlen, die Humphrey nutzt, um sich durch das Gelände zu arbeiten. Der Navigator hatte am meisten Spaß an unserem fahrenden Wohnzimmer. Es ist erstaunlich, mit wie wenig Platz man auskommt und wenn dieser sinnvoll organisiert ist, wie viel man in diesem verstauen kann. Die Idee, Urlaub in der Natur zu machen, ist voll und ganz aufgegangen. Es gibt nichts Besseres als mit dem Morgengrauen zu erwachen, die Heckplane aufzurollen und der Sonne zuzuschauen, wie sie langsam am Horizont aufgeht. Aus dem Bett zu krabbeln, sich was Warmes anzuziehen und dann als erstes einen Latte Macchiato zu machen. Viel mehr brauchen wir nicht.

Aber alles endet einmal, wie auch diese Tour, welche in der Nähe von Windhoek ihr Ende fand, wo wir Humphrey auf einer Farm untergestellt haben. Schweren Herzens haben wir uns von ihm verabschiedet und versprochen bald wieder zurückzukommen. Natürlich haben wir ihn vorher gründlich gereinigt. Das hat uns übrigens beide einen ganzen Tag gekostet. Sand ist fast wie Wasser. Findet überall hin einen Weg.

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An dieser Stelle auch noch mal ein großes Danke, für all das positive Feedback auf die Berichte und Bilder, egal ob per Kommentar, Mail oder persönlich. Sie ermuntern uns weiter von unseren Reisen zu berichten.

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Das war es für den Moment von uns. Glücklicher Weise dauert es nicht mehr lange, bis wir wieder unterwegs sind. 🙂

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4 Gedanken zu “Last Days of Summer

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